Vorgestellt: Joyetech Cuboid (150/200W)

Thursday, January 7, 2016 1:22 AM UTC

Heute kam der nagelneue Joyetech Cuboid bei mir an. Bestellt für einen Schnäppchenpreis von 49 EUR plus 2 Samsung 25R Akkus. - kein schlechter Deal, soviel vorab.

Die Box ist die aktuelle aus dem Hause Joyetech, das uns ja zuletzt mit der VTC Mini beglückt hat. Viele Leute in meinem Umfeld haben mir von der jedoch berichtet, dass sie nur bedingt zum Allday-Subohm-Dampfen geeignet ist, weil einfach der einzelne Akku nicht lange genug durchhält bei hohen Leistungen - logisch. Die Konsequenz daraus ist, eine Box zu verwenden, die mindestens 2 Akkus oder mehr beherbergt, wie z.B. die RX200 (3x 18650er) - ein wahrer Bestseller in diesen Tagen.

Ein Mittelding ist wohl der Cuboid - ein Name, der mir irgendwie nicht so recht über die Lippen kommt bzw. wo ich nicht weiß, welchen Artikel man benutzen sollte. Die oder der Cuboid? Egal, es ist eine geregelte Box. Und was für eine!

Sie ist schlicht und ohne Schnörkel. Neuartig ist das Batteriefach: die Akkus werden von unten in das Gerät eingelegt, nachdem man eine Klappe mittels Schiebe-Drück-Mechanismus geöffnet hat. Klar bezeichnete + und - Symbole machen die Sache dann noch klarer, wie die Akkus eingelegt werden müssen. Wer die Akkus also lieber in einem externen Ladegerät laden will, der hat hier keine Probleme. Für alle anderen bietet das Gerät auch einen Micro-USB-Anschluss, an dem mittels mitgeliefertem USB Kabel (es ist kein Wandadapter dabei) die Akkus auch bequem auf dem Tisch stehend geladen werden können (die Buchse ist an der Seite, so dass die Box aufrecht stehen bleiben kann). Die Passthru-Funktion ermöglicht das Dampfen auch während des Ladevorgangs.

Verarbeitung

Ich gehe davon aus, dass das Gehäuse ebenso aus Alu besteht wie bei den anderen Boxen auf dem Markt - es ist in meinem Falle schwarz pulverbeschichtet, so dass der Eindruck von Plastik entsteht. Es ist aber massives Metall. Insgesamt wirkt alles sehr wertig, es klappert nichts - weder die Wippe, noch der Feuerknopf noch das neuartige Batteriefach. Wenn die Akkus im Gerät sitzen, dann ist auch diese Klappe stramm und bewegt sich nicht. Ohne Akkus klappert es naturgemäß. Der Akkudeckel hat Federn, so dass auch Akkus mit anderen Toleranzen an den Polen dort aufgenommen werden können. Die Taster haben definierte Druckpunkte und benötigen schon ein wenig Kraft, um sie auszulösen. Nichts ist schwammig oder wackelt.

Das 510er Gewinde ist relativ nahe am Rand platziert, so dass zum Teil selbst 22mm Verdampfer etwas an der Stirnseite überstehen - das ist optisch nicht sehr gelungen. 5mm weiter zur Mitte hätte nichts geschadet. Witzigerweise stehen dagegen 30mm Verdampfer an den anderen Seiten weniger über, da das Gerät ca. 28mm breit ist. Auf der dem Display gegenüber liegenden Seite prankt der Joyetech Schriftzug und der Aufdruck "CUBOID -150W-" - letzterer in einer absolut "unsexy" Rambo-Schrift (ich glaube, die nennt sich "Stencil"). Die Box schreit nach Understatement, daher hätte man darauf besser verzichtet.

Gewicht

Die Box wiegt schon etwas. Nicht so viel wie die RX200, aber deutlich mehr als eine eVIC VT. Ist auch ganz klar: in der RX200 sind 3x 18650er Akkus verbaut, hier "nur" 2 Stück davon. Die eVIC VT mit der bisher unerreichten Kapazität von 5Ah (mit festverbautem Akku) wirkt trotzdem noch "dicker" und "schwerer" obwohl sie es definitiv nicht ist. Trotzdem hat der/die/das Cuboid das Zeug, auch unterwegs eine gute Figur zu machen. Man fragt sich, wo Joyetech die Elektronik verbaut hat - an den Seiten definitiv nicht. Ich denke eher kurz unter dem Gewinde (was auch die Lage des Micro-USB-Anschlusses erklären würde).

Bild: Größenvergleich, v.l.n.r.: eVIC VT, Cuboid, RX200

Display

Wie schon bei der VTC Mini oder der VT werden alle Daten angezeigt (Leistung in Watt, Volt, Ausgangsstrom in Ampere und je nach Wahl der Battteriestand). Neu ist hier die doppelte Batterieanzeige - für jede Zelle ein eigenes Symbol. Ob das nun sinnvoll ist oder nicht, darüber mag man sich streiten. Es macht aber in sofern Sinn, da die Box auch eine Fehlermeldung abgibt, wenn die Zellen "zu unterschiedlich" sind in ihrem Zustand. Praktisch bedeutet das: hier müssen 2 gleiche neue oder alte Akkus genutzt werden, die sich auch ähnlich verhalten bezüglich ihrer Entladung usw. Werden die beiden Zellen zu unterschiedlich in ihrem Verhalten, dann quittiert uns das diese Box mit einer Fehlermeldung. Schön für die Akkupflege, nervig für den Tageseinsatz. Letztendlich dient es der Sicherheit und der Qualität der genutzten Akkus. Ansonsten bietet uns das Display nicht viel Neues.

Bild: links: Cuboid, rechts eVIC VT

Modi

Es gibt beim Cuboid verschiedene Modi zum Dampfen, je nach dem, mit welchem Coil man ihn betreibt:

  • Variabler Watt-Modus
  • TC Ni
  • TC Ti
  • TC SS316
  • TCR M1-M3

Im TCR Modus kann man dann noch verschiedene Temperaturkoeffizienten des Drahtes wählen, den man gerade benutzt. Viel Wissenschaft und Technik, die diese Box aber schon unterstützt. Soweit ich weiß, kann das nicht einmal der DNA200 Chip. Es gibt 3 Speicherplätze für die Einstellungen.

Leistung, Software

Geliefert wurde mein Cuboid mit der Firmware 3.00 - die abrufbare Leistung betrug hier maximal 150W, was aus 2x 18650er schon stattlich ist. Nach dem Upgrade auf Firmware 3.10 sollen es nun 200W sein, was mir rein physikalisch schon etwas suspekt vorkommt. Ehrlicherweise habe ich noch nie mehr als 80W genutzt mit meiner RX200. So wird es auch mit dem Cuboid sein. Die Möglichkeit aber 150W und mehr zu nutzen ist aber ganz nett.

Fazit

Ich habe den Kauf hier nicht bereut, denn der Cuboid ist eine solide Box mit allen Finessen und auf dem aktuellen Stand der Technik. Ob man dies alles braucht, sei dahingestellt. Die Kompaktheit bei dieser Leistung sucht allerdings ihresgleichen. Das und der momentan günstige Preis ergibt eine klare Kaufempfehlung. Ich würde momentan den Cuboid der VTC Mini vorziehen. Wer ihn also noch in einem Shop ergattern kann, der muss einfach zuschlagen!






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